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Gewusst, wie: Elektronische Assistenzsysteme alleine helfen bei Schnee und Eis nicht.

2011-12-28 17:25

Grip-Hilfe

Der Winter naht unaufhaltsam. Und damit das Risiko für gefährliche Schlitterpartien auf winterlichen Straßen. Ein Sprecher der Kfz-Innung Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) gibt Tipps, wie man als Fahrer dennoch gut am Ziel ankommt.
1. Anfahren
Autos mit Schaltgetriebe sollte man auf glatter Straße im zweiten Gang anfahren. Frühes Hochschalten verhindert zudem durchdrehende Antriebsräder - dabei immer sanft Gas geben sowie ein- und auskuppeln. Automatikfahrzeuge sollte man dagegen mit eingeschalteter Taste "Winterprogramm" starten (falls es nicht schon ohnehin programmiert ist). Falls die Berganfahrt nicht im ersten Anlauf gelignt: vorsichtig zurückrollen und Anlauf nehmen - und vorher ASR/ESP ausschalten. Bergab sollte es wieder mit ESP gehen, immer langsam und immer bremsbereit. 
2. Tempo
Viel hilft nicht immer viel, das halbe Tempo tut es oft auch - gerade im Winter. So bleibt der Bremsweg im Vergleich zur Fahrt auf trockener Straße unverändert, und das Auto kommt sicher durch die Kurven. Auf Straßen mit tiefen Schneerillen möglichst nicht die Spur wechseln. 
3. Abstand
Der Abstand zum Vordermann sollte dreimal so groß sein wie auf trockener Fahrbahn. Nur so gelingen schnelle, unvorhergesehene Brems- und Lenkmanöver. 

4. Bremsen
Autos ohne ABS/ESP auskuppeln und dosiert bremsen. So blockieren die Räder nicht und reagieren auf Lenkbewegungen. Mit ABS/ESP an Bord kann man gleichzeitig bremsen und lenken. Bei Gefahr das Bremspedal voll durchtreten und gleichzeitig kuppeln. Das Rattern signalisiert die Wirkung. Vorsicht: Kreuzungen, Ampeln, Brücken, Kuppen, Waldstücke sowie Strecken entlang von Bächen und Flüssen sind besonders glatte Herausforderungen. 
5. Schneewehen
So gelingt das Freischaukeln: Decke oder Fußmatte unter die Antriebsräder legen, kurz vor- und zurückstoßen und in der immer länger werdenden Spur mit Schwung die Tiefschneehürde nehmen. 
6. Üben
Übung macht bekanntlich den Meister. Für Autofahrer gibt es spezielle Trainings für die Fahrt auf Schnee und Eis. Auch große Parkplätze eignen sich, das Auto abends oder an ruhigen Sonntagen in Grenzsituationen zu testen.
 

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