Innerorts sind nur etwas mehr als die Hälfte aller Kinder ab sechs Jahren richtig gesichert. Die Allianz Sicherheitsforschung warnt: Der Sicherheitsgurt ist nur in Verbindung mit einem Kindersitz auch bei Kindern der Lebensretter Nummer Eins. Nach einem Unfall unterstützt die Allianz Kinder und Eltern durch ein spezielles Rehabilitations-Programm.
Erfreulicherweise geht insgesamt die Zahl der Kinder zurück, die im Pkw bei Unfällen ums Leben kommen. So starben 1992, im Jahr vor der Einführung der gesetzlichen Verpflichtung zur Verwendung geeigneter Rückhaltesysteme, 207 Kinder, wohingegen im Jahr 2009 nur noch 37 Kinder tödlich verunglückten.
Bei Unfällen im Jahr 2008 erlitten 1002 Kinder als Mitfahrer im Pkw schwere und schwerste Verletzungen. Ein besonderes Problem stellt das Anschnallverhalten der Altersgruppe ab sechs Jahren dar. In dieser Altersgruppe waren außerorts nur 63 Prozent und innerorts sogar nur 58 Prozent in altersgerechten Rückhaltesystemen gesichert (Quelle: BASt 2009).
Das Allianz Zentrum für Technik hat diesen Sachverhalt zum Anlass genommen, sich mit der Sicherung von Kindern zwischen 6 und 12 Jahren zu beschäftigen. Es wurden verschiedene Versuche durchgeführt, die die Wirkung richtiger und falscher Sicherung gegenüberstellen. „Die Versuche zeigen, dass der Kinderdummy bei falschem Gurtverlauf unter den Gurten wegrutscht. Besonders gefährlich ist der falsche Gurtverlauf im Bauchbereich. Kann sich der Beckengurt nicht am Becken abstützen, dringt er tief in die Weichteile ein und kann dabei schwere Verletzungen hervorrufen“, fasst Thomas Pleines, Vorstand der Allianz Deutschland AG, die Forschungsergebnisse zusammen.
„Uns ist es wichtig, die Kinder direkt anzusprechen, weil sich viele in diesem Alter bereits selbständig anschnallen. Nur in Verbindung mit einem altersgerechten Sitz und dem richtigen Gurtverlauf ist der Sicherheitsgurt auch bei Kindern der Lebensretter Nummer Eins. Ich wünsche mir, dass die Kinder sich wie selbstverständlich auch ohne Unterstützung der Eltern im Auto richtig anschnallen“, sagt Pleines.